„Wann können wir umziehen?“ Anerkannte weiterhin in GU

Unser Besuch in Eckolstädt war die letzte Lagertour-Fahrt für das Jahr 2016. Im Weimarer Land gelegen, wohnen die Menschen in einem Plattenbau am Rande von Eckolstädt. Die meisten der dort untergebrachten Bewohner*innen haben bereits ihre Anerkennung als Flüchtlinge oder einen anderen Aufenthaltstitel. Es leben ausschließlich Familien aus Syrien oder dem Irak in dem Wohnblock, insgesamt rund 130 Personen. Unverständlich bleibt, warum die anerkannten Geflüchteten kaum Unterstützung bekommen, in eine eigene Wohnungen ziehen zu können. Diese Unterstützung fehlt trotz des Wunsches und des Rechts der Menschen, in eine eigene Wohnung zu ziehen.

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Mit Bewohner*innen, die vor der Unterkunft zum Rauchen stehen, kommen wir schnell ins Gespräch. „Es ist okay hier“ sagen sie. Die Wohnungen seien groß genug und die Sozialarbeiterin betreue die Menschen, wenn sie Hilfe benötigen. Nach den ersten Gesprächen werden wir in eine Wohnung eingeladen. „„Wann können wir umziehen?“ Anerkannte weiterhin in GU“ weiterlesen

„Wann können wir umziehen?“ Anerkannte weiterhin in GU

Tief im Wald – „Ich will weg von hier!“

Ende November brachen wir ein weiteres Mal auf, um für einen Tag die Gemeinschaftsunterkunft in Frauenwald zu besuchen. Ziel war es wie immer, einen Eindruck zu bekommen, wie es den dort wohnenden Menschen ergeht, was sie zufrieden stimmt, aber auch welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt oder mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert sind.

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Nach einer Stunde Fahrt, tief in den Thüringer Wald, kommen wir bei den Wohnblocks in Frauenwald an. Momentan leben dort rund 60 schutzsuchende Menschen. Bei voller Belegung können bis zu 100 Menschen dort untergebracht werden. Die meisten derzeitigen Bewohner*innen sind aus Afghanistan geflüchtet, andere kommen aus dem Irak, Somalia, Eritrea oder Syrien.

In unseren Gesprächen mit den Menschen kommen wir schnell auf die Problematik der Lage Frauenwalds und die fehlende Infrastruktur vor Ort zu sprechen. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist in Schmiedefeld. Angebote, die über das Abdecken der Grundbedürfnisse hinausgehen, fehlen aber auch dort. Um etwa einen Sprach- oder Integrationskurs zu besuchen, müssen die Menschen mindestens 30 Minuten mit dem Bus nach Ilmenau fahren. Eine Hin- und Rückfahrt kostet fast 10€ am Tag. Die regelmäßige Teilnahme an Bildungsangeboten „Tief im Wald – „Ich will weg von hier!““ weiterlesen

Tief im Wald – „Ich will weg von hier!“